Kreativpotentiale

Kreativpotentiale
Mit dem Programm „Kreativpotentiale“ unterstützt die Stiftung Mercator zahlreiche Schulen in verschiedenen Bundesländern darin, Kulturelle Bildung nachhaltig im System zu verankern.

Für das im Schuljahr 2017/18 gestartete Projekt „Kreativpotentiale Hamburg“ konnten die Erfahrungen der Kulturschulen und die Expertise der Gabriele Fink Stiftung für die Weiterentwicklung Kultureller Bildung in Hamburg genutzt werden. Die Gabriele Fink Stiftung setzt sich bereits seit 2011 für die Förderung Kultureller Bildung in Hamburg ein; sie unterstützt und begleitet Schulen im Rahmen des Programms Kulturschule und kooperiert mit der Schulbehörde und der Kulturbehörde sowie mit außerschulischen kulturellen Einrichtungen. Im Rahmen dieses Programms hat die Stiftung eine intensive Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen aufgebaut und einen zentralen Beitrag zur Entwicklung der kulturellen Schulprofile geleistet.

„Wir verstehen Kulturelle Bildung als wesentlichen Teil allgemeiner Bildung. Kulturelle Bildung erweitert rationales Verstehen und schafft Leistungsräume für alle. Kulturelle Bildung fördert kreatives um die Ecke denken, findet neue Wege, bleibt offenohrig und neugierig auf die Welt,“ sagt Dr. Kristina Calvert, die operative Projektleiterin Kreativpotentiale in Hamburg.

Ein mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) geschlossener Kooperationsvertrag legt den Rahmen der Mitwirkung der Gabriele Fink Stiftung bei der Umsetzung des Programms „Kreativpotentiale Hamburg“ fest. Außerdem werden die Leistungen der Kooperationspartner miteinander abgestimmt.

Nach der Pilotphase von August 2017 bis Juli 2019 folgt nun für das laufende Schuljahr 19/20 die sogenannte „Transferphase Linie“. Das Ziel dieser Phase ist es, die Ergebnisse aus der Arbeit an den Programmschwerpunkten der „Säule 2“ in die Linie des LI sowie in die Linie der außerschulischen Partner zu bringen und sicherzustellen, dass die gewonnenen Ergebnisse nachhaltig implementiert werden können.

Es wurde ein Team aus Kulturbotschafter*innen zusammengestellt, welches sich aus aktiven, internen und externen Stakeholdern Kultureller Bildung zusammensetzt. Sie erarbeiten die Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kooperationen, befördern das Netzwerkmanagement der Schulen untereinander und innerhalb der Projektschwerpunkte.

Die Bildung der fünf Kulturwerkstätten und die Ernennung von Schulen mit einem kulturellen Profil zu Referenzschulen sind weitere Programmschwerpunkte der „Säule 2“. Ziel ist es, dass die Schulen sich öffnen und vernetzen, voneinander lernen – und zukünftig noch mehr Kinder und Jugendliche von qualitativ hochwertigen kulturellen Angeboten profitieren.

Zudem werden am LI für die Akteure kultureller Bildung Angebotezu Vernetzung, Austausch, Qualifizierung und Beratung entwickelt. Kulturabendbrote, Netzwerktreffen, ein Kooperationstag Kultur aber auch Erweiterungsmodule für die Fortbildungen der Hamburger Kulturbeauftragten sind im Programm des LI zu finden.

In „Säule 1“ soll außerdem im Rahmen des Projekts ein Begleittext zum Orientierungsrahmen Schulqualität erstellt werden.

Die Ziele der kulturellen Bildung in Hamburg wurden in der gemeinsam vom Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ), der Gabriele Fink Stiftung, der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und der Behörde für Kultur und Medien (BKM) herausgegebenen Handreichung „Kulturelle Schulentwicklung in Hamburg“ ausführlich beschrieben. Sie kann unter www.kulturschulen.hamburg.de/handreichung heruntergeladen werden.


Kulturwerkstätten sind ein neues Kooperationsformat, in dem verschiedene Schulen, Schulformen und außerschulische kulturelle Partner gezielt zu einem Entwicklungsthema – z.B. kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe und Teil der Schulentwicklung – arbeiten.

Die Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter bilden einen Expertenpool und bringen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die kulturelle Bildung an Hamburger Schulen voran. Sie identifizieren die Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kooperationen, befördern das Netzwerkmanagement der Schulen untereinander und innerhalb der Projektschwerpunkte.

Am Kooperationstag Kultur werden bereits bestehende Strukturen wie z.B. regionale Netzwerktreffen oder Austausch- und Anbieterbörsen miteinander verbunden und mit freien und institutionellen Anbietern kultureller Bildung verknüpft.

 


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