Netzwerktreffen

Netzwerktreffen – Ideen, Impulse und Informationen
Einmal jährlich organisiert die Stiftung ein meist zweitägiges Netzwerktreffen, an dem Schulleiter, Lehrer der Kulturschulteams, Schüler, Berater, die operative Projektleiterin und Vertreter der drei Kooperationspartner Schulbehörde, Kulturbehörde und Gabriele Fink Stiftung teilnehmen. Zusätzlich werden externe Referenten für Impulsvorträge eingeladen. Neben einer Präsentation der Kulturschulen, die ihren gegenwärtigen Entwicklungsstand vorstellen, gehören Workshops, die von verschiedenen Beratern geleitet werden und die jeweils aktuellen Sachthemen vertiefen oder die kreativen Fähigkeiten fördern sollen. Am Abend des ersten Tages treffen sich die Teilnehmer meist zu einem informellen Austausch, der dem Kennenlernen und „Netzwerken“ unter den Schulen dient. Die Treffen enden in der Regel mit einer allgemeinen Schlussrunde, an der alle Beteiligte teilnehmen. Diskutiert wurden hier noch einmal die Themen, Fragestellungen und Ziele, die in dieser Phase des Programms von zentraler Bedeutung sind:

  • der systematische, nachhaltige Einstieg der Kulturschulen in die Schulentwicklung
  • die Notwendigkeit, die Schulleitung und möglichst alle Lehrer, Schüler und Eltern einer Schule in den Prozess einzubeziehen
  • die verstärkte Zusammenarbeit mit Künstlern und Kulturinstitutionen im Viertel und in der Stadt
  • die Bedeutung der internen und externen Evaluation
  • die Einbeziehung der kulturellen Bildung in die Lehrerausbildung und -fortbildung
  • das Anlegen einer Datenbank (Protokolle, Zielplanungen, Finanzplanung etc.) über die Aktivitäten der einzelnen Schule (Stichwort Transparenz)

Der Lebensweisheit folgend, dass ein leerer Bauch nicht gern studiert, widmen wir der kulinarischen Versorgung der Teilnehmer große Aufmerksamkeit. Für eine intensive, aber entspannte Arbeitsatmosphäre ist somit gesorgt.

Netzwerktreffen 2016
An dem diesjährigen Netzwerktreffen nahmen zahlreiche SchulleiterInnen und LehrerInnen der beteiligten Kulturschulen, die KulturLotsen und viele z.T. auswärtige Gäste teil. Dazu kamen Vertreter der drei Kooperationspartner – der Schulbehörde, der Kulturbehörde und der Gabriele Fink Stiftung.

Das Programm des 28. Aprils war ebenso vollgepackt wie abwechslungsreich. Gleich zu Beginn der Veranstaltung verwickelte die Kinderphilosophin Kristina Calvert die Teilnehmer in so ungewöhnliche wie spannende Fragen wie „Hast du manchmal Mitleid mit deinem Essen?“ oder „Ist es gemein, Kaugummipapier zu zertreten?“ Es folgte ein kreativer Input der Illustratorin Eva Muggenthaler und des BSB-Vertreters Heinz Grasmück. Daran anschließend beantwortete Christina Duderstadt die Frage „Kreatives Lernen – wie geht das? Ein Erfahrungsbericht aus einer schottischen Kulturschule“ und Benjamin Koslowski stellte den „Masterstudiengangs Kulturelle Bildung an Schulen“ vor. Nach einer kurzen Pause präsentierten die einzelnen Kulturschulen auf dem „Markt der Möglichkeiten“, mit welchen Zielen und Visionen sie das Programm in den kommenden beiden Jahren bestreiten wollen, gefolgt von einer Diskussion verschiedener Thesen zur Kulturschule im „Worldcafé“. Der intensive Arbeitsnachmittag endete mit einer musikalischen Zusammenfassung von Arne Gedigk und ging dann in ein informelles Come together über.

Der 29. April startete mit „Lesungen auf dem stillen Örtchen“ der Produktionsschule, geschrieben und vorgetragen von den beteiligten KulturLotsen. Dann stellte Kristina Calvert ihr Konzept für die Fortbildungen der nächsten beiden Jahre vor. Bis zum Mittagessen folgten zwei kreative Workshops zum Ästhetischen Forschen im Unterricht mit Kristina Calvert und Constance Cauers. Am frühen Nachmittag behandelte ein lebhaft geführtes Fishbowl-Gespräch mit einer Einführung von Petra Schreiber, Schulleiterin einer Grundschule in Schleswig-Holstein, und verschiedenen Gästen das Thema „Kreativität als Brücke oder Bremse zum Lernen“. Nach einem gemeinsamen Resümee gingen die Teilnehmer erschöpft, aber bereichert durch viele Informationen, Ideen und Anregungen für die weitere Arbeit auseinander.

Netzwerktreffen 2017
Das diesjährige Netzwerktreffen wird am 22. und 23. Juni im neueröffneten Kultur Palast Hamburg, Öjendorfer Weg 30a, 22119 Hamburg stattfinden. Für den Donnerstag sind Impulsvorträge über „Kreatives Projektmanagement“ und „Kreatives Arbeiten in digitalen Medien“ geplant. Im Forum „Kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe“ können die Kulturschulen ihre Best-, Good- und Bad-Practice-Beispiele vorstellen und ihre Erfahrungen miteinander diskutieren. Es bleibt auch Zeit, an spezifischen schuleigenen Aufgaben, Zielen und Themen zu arbeiten, und natürlich wird der Tag wieder gesellig mit Speis´und Trank enden. Am Freitag werden Workshops unter anderem zu den Themen Poetry Slam, Tanz, Photographie und Performance angeboten. Der Tag endet mit Präsentationen der Teilnehmer und einer abschließenden Zusammenfassung der Ergebnisse im Plenum.

Rahmeninformationen zur Kulturschule