Ohrlotsen

„Ohrlotsen“ – eine Initiative der MOTTE e.V.
Im Oktober 2009 startete die MOTTE das dreijährige Modellprojekt „Die Ohrlotsen – zwischen Altona und Wedel“- gefördert von der Gabriele Fink Stiftung, der Aktion Mensch sowie durch Zuschüsse aus dem Bezirk Altona und der Stadt Wedel. Ob Hörspaziergänge, Klangkollagen, Hörspiele oder auch Radiosendungen – mit Unterstützung eines multiprofessionellen Teams gestalten Kinder den gesamten Produktionsprozess. Durch den kreativen Umgang mit auditiven Medien wird die Zuhör-, Sprach- und Medienkompetenz gefördert. Im Rahmen der kritisch-reflektierenden und künstlerisch-ästhetischen Arbeit setzen sich die Kinder mit ihrer Lebenswelt und neuen Themen auseinander und gestalten so ihre Audiobeiträge selbst.

2014 bis 2016 führten die „Ohrlotsen“ das auf drei Jahre angelegte Projekt „Hört mal – Hamburg“ durch. Seit Projektbeginn waren Kinder und Jugendliche in vielen Stadtteilen Hamburgs unterwegs und produzierten ihre unterschiedlichen Hörbeiträge. In den drei Jahren nahmen über 600 junge Menschen an den Einzelprojekten teil und über 250 Hörbeiträge können bereits auf dem auditiven Stadtplan unter www.hoertmal-hamburg.de angehört werden. Nach dem Ende des Projekts „Hört mal – Hamburg“ Anfang 2017 werden einzelne Kinderradiogruppen, Schulkooperationen in kleinerem Rahmen weitergeführt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Gabriele Fink Stiftung und dem Stadtteil- & Kulturzentrum MOTTE wird 2017 im Bereich „Kultur und Bildung“ mit einem völlig neuen Projekt fortgesetzt: BLICKWINKEL.

Das Projekt BLICKWINKEL will Zielgruppen erreichen, die bisher kaum an soziokulturellen Angeboten teilhaben konnten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf jungen schwerhörigen und gehörlosen Menschen, mit und ohne Flucht- bzw. Migrationserfahrung. Auf diese Weise setzt die MOTTE konsequent weitere Schritte hin zu „mehr Barrierefreiheit im eigenen Haus“ um. Inhaltlich geht es im Projekt BLICKWINKEL um eine ästhetische Auseinandersetzung mit den Lebenswelten, -träumen und Vorbildern der Projektbeteiligten. Hierfür werden neue inklusive medien- und theaterpädagogische sowie auch künstlerische Angebote konzipiert und durchgeführt. Geplant sind Theater- und Filmprojekte, aber auch z.B. auf Interviews mit Vorbildern (z.B. aus dem Sport) basierende, selbst produzierte Videoclips. In der gemeinsamen ästhetischen Arbeit soll Raum für ganz neue Begegnungen geschaffen werden, die es bisher so nicht gab. Die Bildsprache in der Videoarbeit wie auch im Theater in Verbindung mit den verschiedenen Laut- und Gebärdensprachen bietet außerdem die Möglichkeit, neue Ausdrucksformen zu entdecken und damit zu experimentieren. Auf diese Weise werden die Projektteilnehmer Teil der Schaffung neuer Erfahrungs-, Ausdrucks- und vor allem Begegnungswelten.

Neben den bereits langjährig bestehenden Angeboten der MOTTE im Bereich „Kultur & Bildung“ sollen mit dem Projekt BLICKWINKEL neue möglichst nachhaltige Angebotsstrukturen aufgebaut werden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgerichtet. Für die Projektdurchführung konnten bereits die Elbschule (Bildungszentrum Hören und Kommunikation) und die Wohnunterkunft Holmbrook gewonnen werden. Weitere Netzwerk- und Kooperationspartner werden hinzukommen. Die stetige Förderung und Unterstützung durch die Gabriele Fink Stiftung bildet auch für BLICKWINKEL eine grundlegende Basis für den Aufbau, das Gelingen und die Weiterentwicklung des Projekts.

Nähere Informationen unter www.diemotte.de, bei Clemens Hoffmann-Kahre unter 040-399262-41 oder Susanne Tod unter 040-399262-43 (Bereich „Kultur & Bildung“).

Die Liste unserer Projekte