Finkies

„Finkies“ – Kekse, die schmecken und helfen

Die Idee, Schülern Einblicke in die Arbeitswelt zu geben und dies mit dem Backen von Keksen zu verbinden, hatten wir 2011. Auch der Name der Kekse – „Finkies“ – war schnell gefunden. Wir wollten ein Projekt ins Leben rufen, das Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, teamfähig zu werden, Toleranz gegenüber anderen Kulturen aufzubauen und die Generaltugenden (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortung, Selbst-Organisation) zu erlernen.

Um diese Ziele zu erreichen, durchlaufen die Schüler unter Anleitung von Experten und Anleitern möglichst die gesamte Wertschöpfungskette der Keks-Produktion – vom Einkauf über das Backen, von der Verpackung bis zu Werbung und zum Vertrieb.

Bei der Auswahl der Lieferanten und Rohstoffe legen wir Wert auf nachhaltige, umweltschonende und faire Produktionsweisen. Auf der Verpackung, bei deren Gestaltung wir mit der Illustratorin Ursula Verburg zusammengearbeitet haben, wird der Projektgedanken erläutert. Wichtig: Alle Gewinne gehen zu 100% wieder ins Projekt.

Work in progress
Seit der ersten Idee 2011 befindet sich Projekt „Finkies“ in einer permanenten Weiterentwicklung. Eine erste Pilotphase hat 2012 gemeinsam in Kooperation mit dem Kulturzentrum MOTTE e.V. in Hamburg-Ottensen stattgefunden. Im Herbst 2015 hat eine neue Projektrunde mit der Staatlichen Gewerbeschule Ernährung und Hauswirtschaft (G3) in Hamburg Fahrt aufgenommen. Die Teilnahme soll Schülern der Berufsvorbereitungsklassen erste Kontakte mit der Arbeitswelt vermitteln und den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Ersten Backversuchen mit verschiedenen Zutaten und Geschmacksrichtungen folgte ein Probebetrieb mit acht Schülern unter fachlicher Aufsicht von Gewerbelehrer Hubert Schatz. Die Ergebnisse waren vielversprechend: Nachdem auch externe Testesser Begeisterung signalisierten, waren die jugendlichen Bäcker „stolz wie Bolle“. Und schon bald konnten zwei prominente Verkaufsstellen in Hamburg – die Confiserie Paulsen – Manufaktur und die drei Restaurants, Cafés und Shops „Schönes Leben“ – gewonnen werden, und die ersten Kekstüten wurden ausgeliefert. Wenn die Reaktionen der Schüler, Kunden und Partnerbetriebe weiter so positiv sind und der organisatorische Rahmen geschaffen worden ist, soll das Projekt auf die ganze Schule ausgeweitet werden. Nach dem guten Absatz der Winteredition 2016/17 in den Geschmacksrichtungen Orange/Schokolade und Rum/Rosinen wird überlegt, im Sommer 2017 weitere Geschmacksrichtungen auf den Markt zu bringen.

Langfristig sieht sich die Gabriele Fink Stiftung bei dem „Finkies“-Projekt vor allem als Ideengeber und Anschubfinanzierer. Wir möchten das Projekt auch zukünftig gemeinsam mit Hamburger Schulen und weiteren Partnern durchführen und weiter entwickeln.

Weitere Informationen unter www.gewerbeschule3.de

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